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Dino

Top Artist

Dino war mein erster "eigener" Auszubildender. Das war 1998. Nach 20 Jahren ist er wieder bei uns. Gereift, entwickelt und ein Hammer-Friseur.

Das "Freundschaftsbuch" von Dino

Es war ein langer Weg, der Dino schlussendlich wieder zu uns geführt hat:

Ich hatte einen Traum

Ich habe als 15 jähriger auf dem Spielplatz, der sich neben Sacha's Salon befindet, einmal in der Woche gelauert, um durch das Fenster die Übungsabende verfolgen zu können, die Sacha jede Woche mit seinen Auszubildenden machte.
Unbedingt wollte ich auch dazu gehören. In diesem tollen Ambiente, mit diesen Künstlern zusammenzuarbeiten war mein Traum.


Aber jetzt erstmal alles auf Anfang: zunächst begann ich meine Ausbildung zum Friseur im Jahre 1998 in einem anderen Betrieb. Relativ schnell wurde mir klar, dass dieser Betrieb für mich nicht das Richtige war. So nahm ich all meinen Mut zusammen und fragte Sacha, ob er mich vielleicht übernehmen würde.

Sacha gab mir eine Chance und ich fing an, meinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Natürlich war ich, mit damals 15 Jahren, noch grün hinter den Ohren und es gab die ein oder andere Situation, über die Sacha und ich uns noch heute köstlich amüsieren können.

Damals hatte Sacha gerade den Salon seiner Eltern übernommen, die allerdings auch noch ihrer Leidenschaft im Salon nachgingen. Ich saugte alles, was ich bekommen konnte wie ein Schwamm auf und eiferte den Linnepes nach. Ich hatte meine Vorbilder gefunden.

Nach erfolgreicher Ausbildung sollte ich mir auch in anderen Salons ansehen, wie dort gearbeitet wurde und entdeckte meine Leidenschaft für das Preisfrisieren.

Die nun folgende Zeit hat mich handwerklich nochmal ein gutes Stück weiter gebracht. Schließlich bedeutet eine abgeschlossene Berufsausbildung noch lange nicht, dass man alles beherrscht. Nein, eigentlich beginnt das wahre Lernen erst durch die Ausübung des Berufs und endet erst, "wenn der Deckel zugemacht wird".

Im Jahr 2006 begann ich in dem Salon meines Onkels zu arbeiten und übernahm nach und nach auch geschäftsführerische Aufgaben, wenn mein Onkel nicht im Salon war. Das beflügelte meine Phantasie und ich wollte endlich auch meinen eigenen Salon leiten.

Also eröffnete ich in Schwelm "Dino's Hairlounge". Ich orientierte mich bei der Gestaltung, der Art, wie ich mit Kunden umging, der Atmosphäre und natürlich auch in fachlicher Hinsicht an dem, was ich in Herdecke bei Linnepe gelernt und erlebt hatte - zumindest soweit meine Mittel dies zuließen.

Die Entwicklung meines Salons war toll, der Erfolg steigerte sich von Jahr zu Jahr. Doch eines Tages wurde die Straße, in der mein Salon sich befand, durch eine Großbaustelle von der Außenwelt abgeschnitten. Meine Kunden mussten extreme Mühen auf sich nehmen, um noch zu mir kommen zu können.
Leider hat dieser Zustand so lange angehalten, bis die Strapazierfähigkeit meiner Kunden irgendwann ausgeschöpft war, so dass ich nach über einem Jahr nicht mehr gewinnbringend arbeiten konnte.

Schweren Herzens beschloss ich also im September 2019, meinen Salon zu schließen und mir erstmal eine Auszeit zu gönnen.

Eines Tages bekam ich eine Nachricht von Sacha, der mitbekommen hatte, dass ich meinen Salon geschlossen hatte. Er erkundigte sich, wie es mir ging und fragte, ob ich mir nicht vorstellen könne, wieder zurück "nach Hause" zu kommen.

Manchmal ergeben sich im Leben eben Dinge, von denen wir alle erst im Nachhinein wissen, wofür sie gut waren:

Ich stimmte zu und begann im Dezember 2020 wieder bei Sacha zu arbeiten.

Der Moment, als ich meinen Ausbildungsbetrieb von damals wieder betrat war magisch. Sofort kamen alle Erinnerungen zurück und ich fühlte mich so großartig, dass ich heute weiß, hier gehöre ich hin. Sacha und ich trafen uns auf Augenhöhe, einige Kunden von damals haben mich tatsächlich nach 20 Jahren wiedererkannt und mit offenen Armen empfangen.

Bei Sacha habe ich jetzt die Möglichkeit, meinen Traum doch noch Wirklichkeit werden zu lassen.